That´s life

Immer dann wenn das Chaos das Leben zu bestimmen versucht, Zufälle passieren, die eigentlich gar keine sind, alles anders verläuft als geplant  und es trotzdem schöner nicht sein könnte, du mit dir und der Situation vollkommen zufrieden bist,  genau dann ändert der Weg seine Bahn und bringt dich dorthin zurück wo du ursprünglich hin wolltest oder auch nicht.

Zufriedenheit ist wohl das wichtigste Prinzip auf Erden. Ohne Sie wirst du Glück niemals erfahren.


Versprich dir selbst:

So stark zu sein, dass nichts deinen Seelenfrieden stören kann.

Allen Menschen, denen du begegnest, Gesundheit, Glück und Wohlstand zu wünschen.

All deinen Freunden das Gefühl zu geben, dass sie etwas Besonderes sind.

In allem das Gute zu sehen und deinen Optimismus wahr werden zu lassen.

Nur an die Besten zu denken, nur für die Besten zu arbeiten und nur das Beste zu erwarten.

Am Erfolg der anderen ebenso interessiert zu sein wie an deinem eigenen.

Die Fehler der Vergangenheit zu vergessen und dein Augenmerk auf die umso größeren Errungenschaften der Zukunft zu richten.

Stets eine fröhliche Miene zu machen und für jedes Lebewesen, das dir begegnet, ein Lächeln übrig zu haben.

So viel Zeit in deine eigene Verbesserung zu investieren, dass dir keine übrig bleibt, um andere zu kritisieren.

Zu groß für Sorgen zu sein, zu edel für Ärger, zu stark für Angst und zu glücklich, um Schwierigkeiten anzuerkennen.

Gut von dir selbst zu denken und dies der Welt zu verkünden – nicht in lauten Worten, sondern in großen Tagen.

Darauf zu vertrauen, dass die Welt auf deiner Seite ist, solange du dem Besten in dir treu bleibst.

(Mental Chemistry, C.F. Haanel)

 

Der Weg

Die Straße endet an einem mit Gestrüpp verwachsenen Stacheldrahtzaun. Dahinter ist nur das Dickicht eines Waldes zu erkennen. Ohne Vorahnung darüber was sich in diesem Wald ereignen wird, klettert der Junge durch ein kleines Loch und macht sich auf den Weg ins Ungewisse. Schon nach einigen Metern bereitet ihm sein Vorankommen große Schwierigkeiten, doch umkehren ist für ihn tabu. Dornen reißen ihm tiefe Fleischwunden in seine nackten Beine, begleitet von einem endlos brennenden Schmerz der fast in Ohnmacht endet. Äste schlagen erbarmungslos zurück, Bäume verhinderten mit aller Kraft sein Vorankommen, doch er schreitet voran, dringt immer tiefer ein, erträgt die Schmerzen wie ein Mann. Die Kleidung längst zerrissen, Erinnerungen vergessen, Gedanken frei und klar. Schritt für Schritt ein Stückchen näher und gleichzeitig noch weiter weg.

Den Blick nach vorne gerichtet, traut er nach Stunden, nein tagelangem wandern seinen Augen nicht. Eine Lichtung so wunderschön wie er sie noch nie zuvor gesehen. Feen spielen im grünen Gras zwischen unzähligen, bunten Blumen, Libellen tanzen über dem himmelblauen Wasser eines märchenhaft schönen Sees, die Sonne spiegelt sich in all ihren Farben in einem Wasserfall und Beeren zieren fast einen jeden Strauch.

Ein magischer Ort, anders ist es nicht zu beschreiben.

So hart und beschwerlich der Weg dorthin auch gewesen sein mag, ausgezahlt hat er sich allemal. Der Junge durfte Dinge sehen und erleben, von denen er gar nicht dachte, dass es sie gibt.

Die Moral von der Geschichte: Egal wie schwierig deine Weg sich auch gestalten mag, geh immer bis zum Ziel, sonst könntest du das schönste verpassen.

 

Gedanken

Du hörst ein Lied und denkst, es ist für dich geschrieben, du liest ein Buch und glaubst, es wird dein Leben erzählt, du siehst einen Menschen und es kommt dir so vor, als würdest du  ihn schon ewig kennst. Es gibt Situationen von denen du sicher bist, sie schon mal erlebt zu haben. Vielleicht nicht hier, vielleicht nur im Traum aber sie waren schon einmal da, genauso intensiv, genauso schön, genauso aufregend.

Können Bruchstücke aus früheren Zeiten dein jetziges hier beeinflussen? Ist das Unterbewusstsein wirklich so stark, selbständig zu handeln?  Sieht man sich immer zweimal im Leben oder ist diese Zahl mehr als untertrieben? Warum ist der Himmel nicht immer blau? Erleichtern Lügen wirklich den Alltag? Warum sind keine Frauen an der Macht? Bist du im richtigen Land geboren und hast du dir das ausgesucht?

Nicht wissen wies weiter geht, jedoch genau wissen wies nicht weitergeht. Erst mal weg zu gehen, um zu erkennen, dass man zurück will. Erfahrungen sammeln, auch jene die man nicht erfahren wollte. Lebensabschnitte hinter sich zu lassen, um für neue offen zu sein. Vertrauen lernen, obwohl alles dagegen zu sprechen scheint. Der Zukunft entgegenzublicken, ohne sie einzuschüchtern. Die Gegenwart akzeptieren und das Beste daraus machen. Zurück zum Ursprung, dahin wo man herkam, jedoch nicht allein.

 

Ein Tag

Reges Treiben auf den Straßen, tausende Gesichter deren Blicke dich treffen, lachende, ernste, nichts aussagende, traurige sowie glückliche. Wie wohl du auf andere wirkst, ob du Eindrücke hinterlässt oder einfach gar nicht wahr genommen wirst? Sind deine Gedanken transparent oder umhüllt von einem grauen Schleider der durch nichts zu durchbrechen ist?

Der Regen tropft unaufhörlich auf den nassen Asphalt. Kleine Bäche bahnen sich ihren Weg in Richtung Kanalisation. Bellende Hunde, schreiende Kinder und ein monotones plätschern hinterlassen ein drückende Stimmung in den überfüllten Gassen. Jeder schreitet gesenkten Hauptes unaufhaltsam voran, alle mit dem gleichen Ziel vor Augen, dem Sauwetter zu entfliehen und endlich ins Trockene zu gelangen.

Langsam aber sicher durchdringt der saure Regen die durchnässte Jacke, beginnt deine Haut aufzuweichen, hinterlässt ein beklemmendes Gefühl. Klatschnasse Haare kleben auf den eiskalt, geröteten Wangen. Ein salzig schmeckender Tropfen verlässt im Sekundentakt deine Nasenspitze, um kurz darauf eins zu werden mit unserer verdreckten Erde.

Nur noch wenige Schritte und die Eingangstür ist erreicht. Im Stiegenhaus überfällt dich ein modriger Geruch gepaart mit Kaffeeduft. Eine Mischung die mit nichts anderem zu vergleichen ist. Fünfter Stock und wie immer funktioniert der Aufzug nicht - außer Betrieb. Die Jean klebt an deinen Schenkeln wie eine zweite Haut, fängt an, sich daran zu reiben, jede Stiege wird zur Qual.

Geschafft. Der Schlüssel steckt im Schloss. Dahinter wartet ein strahlendes Lächeln, eine liebevolle Umarmung, ein leidenschaftlicher Kuss und du weißt plötzlich wieder, warum es sich lohnt, jeden Morgen aufzustehen und dem Tag die Chance zu geben, der schönste deines Lebens zu werden.

 

Gedankenexperiment

Schließe die Augen, folge deinen Gedanken und du wirst die unglaublichsten Szenerien vorfinden. Habe den  Mut und lasse dich in andere Sphären leiten, begleite mich und du wirst Dinge erleben, von denen du bis jetzt noch nicht mal geträumt hast. Lasse deinen Fantasien freien Lauf, denke nicht darüber nach was sein könnte, sondern erlebe es.

Den Blick in die Ferne gerichtet. Am Horizont nur diese eine Farbe. Soweit das Auge reicht nur derselbe Anblick. So sehr du dich auch anstrengst, du kannst nichts erkennen. Nichts außer dem fließenden Übergang zwischen Himmel und Meer.

Du hörst ein Rauschen. Die Stimme des Wassers, die unendliche Kraft die aus ihm spricht. Es wird immer lauter, immer klarer, so intensiv bis der Klang des Meeres alles andere übertönt. Nur noch du und dieses Geräusch. Ihr werdet eins. Verschmolzen in den unendlichen Weiten des Ozeans.

Unter deinen Füßen nur der kalte, nasse Sand. Mit jeder Welle sinkst du ein Stück tiefer ein, glaubst das Gleichgewicht zu verlieren, den letzten Halt den du noch hast. Ein Schritt nach vorn und du spürst wie das Nass deine Beine umhüllt, die Wärme aus deinem Körper entweicht, der Wind immer stärker wird, die Anspannung immer größer.

Auf der nackten Haut hinterlässt das Salz seine Spuren, jeden Zentimeter deines Körpers will es umhüllen, jede Stelle berühren. Nichts wird es unversucht lassen um an deinen Schenkeln nach oben zu wandern, deinen Bauchnaben zu füllen, über deine Brüste zu gleiten bis es letztendlich deine Lippen erfasst.

Sie wird immer größer, immer mächtiger, kommt direkt auf dich zu. Keine Chance zu entweichen, keine Möglichkeit zu fliehen.  Der Sog zieht dich weiter in die Tiefe, lässt nicht mehr los, hält dich gefangen bis sie letztlich genau über dir bricht. Stille. Erdrückende Stille. Umgeben von nichts.

Schwerelos treibst du umher. Jeglicher Bezug zur Realität wurde dir genommen. Die Gedanken stehen still, genau wie dein Atem. Selbst siehst du dir zu, wie dein letzter Hauch Leben entrinnt, die letzten Sekunden vergehen. Das Ende ist greifbar nah.

Es packt dich plötzlich etwas von hinten, greift nach deinem Arm und zerrt wie verrückt daran. Immer noch unfähig den eigenen Körper zu steuern, lässt du es über dich ergehen. Was solltest du auch tun, es bleibt dir nicht anderes übrig als es hinzunehmen.

Was war das?

Wo bist du, wenn du erwachst, ob du erwachst, bist du erwacht?